Es hat sich gelohnt. Ein Wagnis eingegangen, die Angst 'runtergeschluckt, und zum ersten Mal mich getraut, über meinen eigenen Schatten zu springen.
Um Hilfe gebeten.
Und nicht enttäuscht worden... Und damit hatte H. dann schon wieder einmal Recht - wenn ich es einmal geschafft habe und erfahre, daß es hilft, daß ich das darf, daß ich nicht abgelehnt, verletzt oder enttäuscht werde, wird mir das unsagbar gut tun.
Ich bin so erleichtert und froh.. Schon faszinierend. (-;
mondstreif - 14. Jun, 12:49
Und wieder einmal führt mein Weg über Straßen, die ich mittlerweile lieber meiden würde... Doch es ist die letzte Kurve - die nächste Kreuzung grüßt schon von dahinten - siehst Du es? Dort, hinter dem kleinen Berg, dem letzten Aufstieg voll Steine und Wurzeln, ist eine weitere, neue Abzweigung. Du weißt bereits, welche der beiden Möglichkeiten dort die Deine ist - sie ist nicht grade, nicht eben, nicht leicht. Aber Du hoffst, diesmal ist es der Weg, der Dich endlich ans Meer führt, in die Freiheit...
Ich weiß. Diese Hoffnung prägte auch schon Deine Wegwahl vor knapp einem halben Jahr - die Hoffnung, mit diesem Pfad, schmal, kaum gegangen, Richtung Meer zu kommen. Der Wind wurde härter, doch Deine Kraft reichte nicht aus, dagegen anzustreiten... Und Du fielst mehr als einmal.
Bin ich weiter entfernt? Nein... Die Küste blieb gleich weit weg - doch ich kenne mich wieder einmal besser. Weiß, WIE schwach ich noch bin, wie anfällig. Ich kann nicht weit laufen - und habe dennoch Meilen zurückgelegt.
Nur eines muss ich mir abgewöhnen - den Weg immer allein gehen zu wollen. Grade bei dem nächsten Teilstück, das, welches dahinten schon auf mich wartet, vorgezeichnet und doch ein unvorstellbares Risiko, muss ich andere mit mir wandern lassen, muss ich Gesellschaft und helfende Hände annehmen. Ist es das, was ich mir vornehme? Ja, irgendwie schon...
Wer möchte mit mir gehen, in den schwierigsten Teil meiner Wanerung seit einem Jahr?...
Mosyone - 11. Feb, 10:32